Nach einer extrem anstrengenden Woche, wenig Sclaf, und Vorlesungen den ganzen Samstag hindurch war ich platt und ein bisschen krank. Erst am Sonntag nachmittag hatte ich wieder so viel Energie, um das Hafenfest zu besuchen.
Den "alten" Westhafen, der etwa beim IT-Speicher beginnt und durchaus noch benutzt wird, bin ich öfter mal mit Yorki unterwegs. Außerdem habe ich die HAfengegend schon öfters mit dem Fahrrad erkundet. Überraschenderweise ha diese Umgebung ihren Reiz, und ich war interessiert daran, ein bisschen mehr über den Hafen zu erfahren. Eigentlich will ich schon länger zu diesem Thema recherchieren und berichten, und dieses Fest anlässlich des 100 jährigen Bestehens des Regensburger Hafens wäre eine eine gute Gelegenheit dazu. Aber die Zeit reicht einfach nicht aus. So kann ich hier nur eine Auswahl meiner Fotos zeigen, die ich in den Abendstunden des letzten Festtages, also am Sonntag machte.
Begleitet hat mich zum Teil Herbert Baumgärtner (Theaterwerkstätte, Donaustrudl-Fotograf u.m.), dem ich meinen Camcorder gab, damit er neben Fotos auch Videoaufnahmen machen konnte.
Herbert Baumgärtner ist ein hervorragender Fotograf und der gemeinsame Streifzug mit ihm hat mich deshalb sehr gefreut.
Die Videos folgen, sie müssen erst überspielt und bearbeitet werden. Die nachfolgenden Fotos sind auch noch nicht bearbeitet, sondern auf die schnelle ausgewählt und auf Picasa hochgeladen, damit ich sie hier kurzfristig einbinden kann. Sonst geht es mir wie den Fotosessions zu einigen Veranstaltungen aus 2009, die heute noch nicht veröffentlicht sind.
So hieß es in der Presseerklärung zum Fest:
Großes Hafenfest vom 16. bis 18. Juli 2010
Es gibt etliches zu sehen und auszuprobieren – für große wie kleine Gäste. Zu den Attraktionen gehören Hafen-Rundfahrten mit einer historischen Dampflok, interessante Ausstellungs-Schiffe und spannende Kran-Führungen. Beliebte Regensburger Bands und eine bayerische Schmankerl-Küche sorgen für gute Stimmung im Festzelt am Westhafen.
An drei Tagen, vom 16. bis 18. Juli 2010, wird der bayernhafen Regensburg ein geballtes Programm auf die Beine stellen, das den Hafen für die Besucher erlebbar machen und Einblicke in das Hafengeschehen geben soll. Einbezogen in das Hafenfest werden auch zahlreiche der rund 90 Hafenkunden. Anschaulich gemacht werden soll, dass modernes Hafengeschäft längst über den traditionellen Umschlag von Massengütern hinausgeht und heute vielmehr komplexe logistischen Lösungen umfasst, die den Hafen zu einem wichtigen Umschlagplatz für nationale und internationale Warenströme und zu einem Wirtschaftsmotor für die Stadt und die Region machen.
Jährlich rund 7 Millionen Tonnen Gesamtgüteraufkommen von Schiff, Bahn und LKW. Mit einem durchschnittlichen Schiffsgüterumschlag von 3 Millionen Tonnen pro Jahr ist der Regensburger Hafen der größte in Bayern.
Gelegen am zentralen Knotenpunkt zwischen den aufstrebenden Wirtschaftsräumen in Süd-Osteuropa und den traditionell wirtschaftsstarken westeuropäischen Kerngebieten ist der bayernhafen Regensburg eine wichtige Verkehrsdrehscheibe für den Warenverkehr im gesamteuropäischen Kontext.
Prinzregent Luitpold gab dem Hafen seinen Namen. Eröffnet wurde er im Juni 1910 von Prinz Ludwig von Bayern: der Luitpoldhafen in Regensburg. Ein Jahrhundert später hat sich diese Keimzelle zum umschlagstärksten öffentlichen Binnenhafen für Schiffsgüter entlang der ganzen Donau entwickelt.
Linktipps:
- Homepage bayernhafen: http://www.bayernhafen.de/
- Infos zum Fest: http://www.bayernhafen.de/cms/index4.php/81fe3e/103/1340
- Flyer zum Fest mit Übersichtskarte: http://www.bayernhafen.de/cms/images/e4da3b7fbb/Regensburger_Hafenfest_-_ProgrammFLYER_fuer_Web_A4-quer.pdf
- Bericht des Bayerischen Rundfunks zum Jubiläum des Hafens: http://www.br-online.de/bayern1/mittags-in-niederbayern-und-der-oberpfalz/ostbayern-regionalnews-hafen-ID1279207357339.xml
- Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Hafen_Regensburg
- Aus dem alternativen Stadtführer vom Donaustrudel (sehr informativ!): http://www.donaustrudl.de/index2.php?page=fuehrung&content=single&id=44
- Wasser- und Schifffahrtsamt Regensburg: http://www.wsa-regensburg.wsv.de/
Das sagt Wikipedia zum Hafen (Auszug):
Geschichte:
Der Hafen Regensburg kann entlang seiner zeitlichen Entstehung gegliedert werden:
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Donaulände: der älteste heute noch betriebene Teil reicht von der historischen Altstadt bis zur Einfahrt des Westhafens.
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Westhafen: erbaut 1906 bis 1910 (Luitpoldhafen)
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Ölhafen (Petroleumhafen als Teil des Westhafens)
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Osthafen mit Hafen des Wasserwirtschaftsamtes (1960/61 und 1970-72).
Weiter flussaufwärts gelegene Vorläufer waren verschiedene Länden (Weinlände, Holzlände etc.) und ein Winterhafen im Bereich der Altstadt. Auch die Kelten und Römer nutzen den Fluss bereits.
19. Jahrhundert
Mitte des 19. Jahrhunderts war Regensburg der Endpunkt der Dampfschifffahrt auf der Donau und somit von zentraler Bedeutung. Durch die Verbindung des Donauufers mit der Ostbahn (Regensburg-München und Regensburg-Nürnberg) entstand 1865 vor den Toren der Stadt ein neuer Ländeplatz. Damit wurde erstmals der unmittelbare Warenumschlag zwischen Schiff und Eisenbahn möglich. Die Donaulände ist der älteste Umschlagplatz des heutigen Hafens und reicht noch bis an die Altstadt Regensburgs heran.
20. Jahrhundert
An der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert war die Kapazität der Donaulände mit einem jährlichen Warenumschlag von rund 150.000 t erschöpft. 1906 wurde mit dem Bau neuer hochwasserfreier Hafenanlagen (Becken 580 m lang, 80 m breit) begonnen. Für die feuergefährlichen Ölprodukte wurde ein kleinerer, getrennter Petroleumhafen (Becken 350 m lang, 60 m breit) mit eigenem Lagerbereich gebaut. Im Juni 1910 erfolgte die Einweihung des Luitpoldhafens (benannt nach dem damaligen Prinzregenten Bayerns). Zwischen 1919 und 1923 wurde das Westhafenbecken um rund 220 m auf 800 m verlängert.
Während des 2. Weltkrieges wurde der Hafen weitgehend zerstört. Nach dem Wiederaufbau wurde der Schiffsgüterumschlag von 1938 mit 1,3 Millionen Tonnen ab 1950 übertroffen. Bis Ende der 50er Jahre stieg der Umschlag auf 3 Millionen an.
Die städtebauliche Entwicklung der Stadt Regensburg ließ eine weitere Vergrößerung des Westhafens nicht mehr zu. In zwei Bauabschnitten (1960/61 und 1970-72) wurde daher ca. 3 km flussabwärts der Osthafen gebaut (Becken 750 m lang, 90 m breit). Im Bereich des Osthafens entstand später auch das Hafenbecken des Wasser- und Schifffahrtsamtes.
Rhein-Main-Donau-Kanal
Die Fertigstellung des Main-Donau-Kanals im Jahre 1992 brachte für den Hafen Regensburg die größten Veränderungen in Bezug auf die Verkehrsgeographie und die Hinterlandverbindungen. Die Funktion als Kopfhafen ging verloren. So ist es nicht überraschend, dass die Umschlagmengen dieser Jahre einen Wendepunkt in der Geschichte des Regensburger Hafens markieren.
Durch den Main-Donau-Kanal eröffneten sich aber auch neue Chancen und Perspektiven. Direkte Verkehrsbeziehungen nach Westeuropa und zu den Nordseehäfen wie Rotterdam wurden möglich. Der Transportmarkt richtete sich aufgrund dieser Möglichkeiten völlig neu aus.
Heute werden rund 45 % des Gesamtaufkommens mit steigender Tendenz über die Kanalverbindung abgewickelt. Regensburg entwickelt sich immer mehr zu einer Relaisstation beim Übergang zwischen den technisch unterschiedlichen Flotten der Rhein- und Donauschifffahrt.
Modernisierung nach der Öffnung Osteuropas
Nach 1990 wurden die aus der Zeit der Jahrhundertwende stammenden Hafenbereiche den heutigen Anforderungen folgend modernisiert:
1995 wurde eine Ro-Ro-Anlage (Roll-on-Roll-off) neu errichtet. Über sie können alle Transporte direkt, ohne weitere Umschlagsanlagen wie z.B. Kräne, von Land auf das Schiff (und umgekehrt) gefahren werden.
Ab 1997 wurden die Uferanlagen des Westhafen-Nordkai, einschließlich der Gleise, Abwasserkanäle, Stromversorgung und Betriebswege erneuert. Dabei wurde auch die Breite des Hafenbeckens auf einheitliche 73 m geändert. Die alten Krananlagen mit Tragfähigkeiten bis 5 t wurden durch zwei moderne Anlagen mit Tragfähigkeiten bis 45 t ersetzt. 2005 wurde ein neues Terminal für die Rollende Landstraße in Betrieb genommen. Die erste Verbindung führt ins 440 km entfernte Graz und kann die Straßen jährlich um 13.000 Lkw-Fahrten entlasten.
Ende 2006 wurde am Westhafen ein Containerterminal für den Umschlag von der Bahn auf die Straße in Betrieb genommen. Im sogenannten Nachtsprung ist der Regensburger Hafen damit 4 Mal pro Woche mit Bremerhaven und 5 Mal pro Woche mit dem Hamburger Überseehafen verbunden. Das Terminal soll mittelfristig für den trimodalen Umschlag (Bahn, LKW, Schiff) ausgebaut werden.
Im Frühjahr 2007 werden die Modernisierungsmaßnahmen am Osthafen abgeschlossen und auf rund 600 m Kaianlänge neue Bahn- und Krangleise verlegt sein. Ein zusätzlicher 16 t und ein 63 t-Krann werden dann in Betrieb genommen. Letzterer kann dann zusammen mit dem vorhandenen mobilen Schwerlastkran Lasten bis 110 t umschlagen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Hafen_Regensburg




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