Jeder ältere Regensburger kennt es wohl: das ehemalige Baanthai von Chailerd Toperngpong, ein thailändisches Lokal in der Dechbettner Straße 6, zwischen Dörnbergpark und Stadtpark. Jetzt dient das Gebäude nur noch als Wohnhaus, aber die "BAANTHAI" Schrift ist noch auf der Fassade.
In diesem Blogartikel geht es um das Lokal Baanthai, seinen Betreiber,den Sohn Florian Toperngpong, sowie um dessen "Baan-Thai-Kochbuch". Und auch das Zarap Zap Zap kommt vor.
Anlass für diesen längst überfälligen Artikel war ein Besuch der Witwe des Betreibers vor ein paar Jahren, als sie die Adresse einer gemeinsamen Bekannten benötigte. Ich kannte sie zwar von diversen privaten Begegnungen, wusste aber nur ihren Vornamen. Als ich mir den Familiennamen notierte, fragte ich überrascht: "Toperngpong? Etwa verwandt mit dem Kulturpreisträger?" Ja, das sei sie. Und dann erzählte sie im Verlauf des weiteren Gesprächs von einem Kochbuch, das ihr Sohn geschrieben hatte. Und ich erfuhr völlig überrascht, dass sie die Witwe des Betreibers von BAANTHAI sei, das sie nach dem Tod ihres Mannes, zusammen mit ihrem Sohn, noch ein paar Jahre lang betrieb.
Ich kaufte sofort das Buch (das in vielerlei Hinsicht lesenswert ist) und machte ein paar Fotos vom Gebäude für einen künftigen Blogartikel.
In dem genannten Kochbuch schildert Florian Toperngpong im letzten Kapitel auch sehr ausführlich die Geschichte der Familie und des Restaurants. Trotzdem hat es ein paar Jahre gedauert, bis ich endlich diesen Artikel fertigstellen konnte. Denn mir fehlten Daten, und ich wollte noch ein paar Bekannte über ihre Erlebnisse aus der damaligen Zeit fragen.
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| Das ehemalige BAANTHAI in Regensburg |
Das ehemalige BAANTHAI in Regensburg
Das BaanThai war ein thailändisches Lokal in der Dechbettner Straße 6. Es existierte von 1982 bis 2011, also 29 Jahre lang.
Betreiber war der 1953 geborene und 2007 verstorbene Thailänder Chailerd Toperngpong (sprich: Tschailerd) und seine Ehefrau Maria. Nach seinem völlig überraschenden Tod im Jahr 2007 haben seine Witwe und sein Sohn Florian das Lokal noch bis zum Jahr 2011 weiter betrieben.
Das Lokal war damals sehr beliebt. Wegen seiner thailändischen Küche, die sich wohltuend von den damaligen chinesischen Lokalen unterschied, aber auch wegen der herzlichen Atmosphäre. Florian Toperngpong bezeichnete es als verlängertes Wohnzimmer. Chailerd war nicht nur wegen seines lauten Lachens bekannt, sondern auch wegen seiner fröhlichen Art und seiner Neigung, Späße zu machen. Kinder liebten die Besuche dort, weshalb man viel Familien sah. In dem eingangs genannten Buch schildert der Sohn viele Personen und Erlebnisse aus der damaligen Zeit.